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Allgemein Severin Zotter und Caritas Präsident Franz Küberl: Radeln für Syrische Kinder

Severin Zotter und Caritas Präsident Franz Küberl: Radeln für Syrische Kinder

Von Herwig Reupichler am in Allgemein Spitzensport SPOWIMED

Severin Zotter, Extremradfahrer des URC Veloblitz, radelt beim "Race Across America 2015" die rund 5.000 km für aus Syrien vertriebene Kinder.

Statement von Caritasdirektor Franz Küberl

„Severin Zotter ist Sozialarbeiter bei Caritas – Drogenstreetwork und hat sich mit der Teilnahme am Race Across America ein gewaltiges Ziel gesteckt.
Er verknüpft seine sportlichen Aktivitäten mit einem Charity-Gedanken: gemeinsam mit der Auslandshilfe der Caritas Steiermark werden Spenden für syrische Flüchtlingskinder im Libanon gesammelt.
Das Ziel ist es, € 5,00,- pro gefahrenen Kilometer zu sammeln. Bei der vollen Distanz von 5.000 Kilometern von der West- zur Ostküste käme man über dieses ambitionierte Online-Fundraising-Projekt auf eine Gesamt- Spendensumme von € 25.000,-, die zur Gänze in die Hilfe für syrische Flüchtlingskinder im Libanon gehen. Ab sofort kann über die Websites www.severinzotter.at und www.caritas-steiermark.at/severin direkt online gespendet werden — auch auf den jeweiligen Facebook-Seiten finden sich entsprechende Möglichkeiten zum Spenden.“

Caritas-Hilfe für syrische Kinder

Rund 11,4 Millionen Menschen (7,6 Mio sind in Syrien auf der Flucht und etwa 3,8 Mio in Nachbarländern) haben nach vier Jahren Krieg in Syrien ihre Heimat verloren, bisher wurden Schätzungen zufolge mehr als 190.000 Menschen getötet. Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge — über 5 Millionen — sind Kinder. Viele Kinder sind von der Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Heizmaterial abgeschnitten.
Die meisten haben keinen Zugang zu Bildung oder Schule. Eine ganze Generation wächst heran, ohne die Chance auf Sicherheit und ohne Zukunftsperspektiven.
Flucht bedeutet den Verlust von Familie, von Heimat und geht sehr oft einher mit traumatischen Erlebnissen sowie dem Identitätsverlust der betroffenen Menschen. Kinder, die in Flüchtlingslagern, Aufnahmezentren oder Übergangsquartieren aufwachsen müssen, können keine Wurzeln schlagen und können sich später, auf Grund sprachlicher und sozialer Hürden, nur sehr schwer in ihre neue Umgebung integrieren. Die Caritas wird sich in den kommenden Jahren weiterhin auf die dringend benötigte Nothilfe konzentrieren.
Zusätzlich aber braucht es Programme im Bildungssektor, Zugang zu Schulen für syrische Flüchtlingskinder. In Jordanien und im Libanon gibt es 700.000 syrische Kinder im schulfähigen Alter, nicht einmal die Hälfte dieser Kinder kann derzeit die Schule besuchen. Viele Kinder haben Monate oder sogar Jahre ihrer Schulbildung verpasst, eine verlorene Generation wächst heran — das ist eine Katastrophe!
Die Caritas Österreich hat seit Ausbruch des Konfliktes im März 2011 insgesamt 6,5 Millionen Euro für die auf Nothilfe: Verteilung von Lebensmitteln, Kleidung, Hygieneartikeln, medizinische Hilfe. Insgesamt wirddamit 91.000 Flüchtlingen, rund die Hälfte davon sind Kinder, geholfen.

Die Caritas bemüht sich, möglichst viele syrische Kinder neben dem Allernötigsten auch langfristig durch die Finanzierung von Schulbesuchen, einer gesunden Jause oder den Schulbustransport zu unterstützen.
Jeder Euro oder eigentlich jeder Kilometer bzw. jede Meile zählt!
Ihre Spende hilft: Schon mit € 7,00,- monatlich kann ein Kind mit Lebensmitteln versorgt werden — mit € 14,00,-  sogar zwei.