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SpowiMed-News Zum IRONMAN Austria mit SPOWIMED

Zum IRONMAN Austria mit SPOWIMED

Von admin am in

Bestzeit! Michael Kerschenbauer, trainiert von der Sportwissenschaftlichen/Sportmedizinischen Untersuchungsstelle der SPORTUNION Steiermark, berichtet vom IRONMAN 70.3 St. Pölten.

Nach sechs wilden Triathlon-Jahren ohne Trainingsplan (inkl. 5 IRONMAN und 5 IRONMAN 70.3), haben mein bessere Hälfte Eva und ich beschlossen die SPOWIMED zu beauftragen unsere Leistungen auf ein neues Niveau zu heben. Der Chefcoach Herwig Reupichler hat sich unser erbarmt und uns seit Anfang 2014 mit einem Trainingsplan, ausgerichtet auf den IRONMAN Austria 2014, versorgt. Das Resultat, um unsere ambitionierten Ziele zu erreicht, war ein strukturierter, auf unsere Stärken und Schwächen abgestimmter Plan mit 100%! mehr Umfang als in den Jahren zuvor. Vor allem beim Schwimmen wurden die Umfänge deutlich gesteigert. Von vorher ca. 3km in der Woche auf 9-10km pro Woche. Als wir nach dem IRONMAN 70.3 Zell am See kurz mit Herwig zusammensaßen und er meinte wir sollten über den Winter 4 bis 5 mal in der Woche schwimmen, stockte uns beinahe der Atem. Auch beim Radfahren und Laufen wurden die Umfänge erhöht aber die deutlichste Änderung war die strikte Einhaltung der Pulsbereiche. Zu Beginn waren wir uns nicht sicher ob das den erwünschten Erfolg bringt. Vor allem die schier endlosen GLA Einheiten im Schneckentempo waren eine mentale Herausforderung. Natürlich haben wir uns auch schon vorher mit der einschlägigen Trainingswissenschaft auseinandergesetzt aber unterbewusst galt doch: Schnell macht schnell! Als im Frühjahr die ersten Intervalle am Plan standen waren wir wirklich froh. Wie sich zeigen sollte, hat es die richtige Mischung in sich.

Nach einigen kleineren Wettkämpfen mit vielversprechenden Ergebnissen (z.B. hat sich Eva in Obergrafendorf auf der olympischen Distanz um gute 8min gegenüber dem Vorjahr gesteigert), stand am letzten Sonntag der erste richtige Prüfstein auf dem Weg nach Klagenfurt auf dem Programm. Der IRONMAN 70.3 St. Pölten. Eva konnte leider wegen einer Erkältung nicht starten aber ich ging voll motiviert ins Rennen. Die Vorgabe des Trainers: Vollgas schwimmen, bis zum ersten Anstieg schnell Radfahren um in eine gute Gruppe zu kommen (natürlich immer mind. 10m Abstand) und Laufen je nach Befinden. Meine persönliche Vorgabe: ca. 30min Schwimmen, ca. 2h:30min Radfahren und ca. 1h:30min Laufen. Das sollte zu einer Endzeit von ca. 4h40min führen.

Im Rennen kam es dann etwas anders. Ich stieg, für mich unglaublich, als 28. meiner AK aus dem Wasser und es folgte sogleich der schlechteste Wechsel meiner Triathlon-Karriere. Auf der S 33 hieß es dann „put the pedal to the metal”, um in die gewünscht gute Gruppe zu kommen. Durch den Wellenstart und meine Schwimm-Position, war nur leider keine Gruppe mit ausreichend Geschwindigkeit in Reichweite und ich fuhr die 90km alleine bzw. habe 90km auf der Überholspur verbracht (ist auch motivierend). Zum ersten Mal war ich auf den letzten 10 flachen km nicht komplett ausgelutscht und konnte auch hier nochmal draufdrücken (die Post-Race Analyse ergab, dass die letzten 27,5km in der gleichen Zeit wie Georg Swoboda zurückgelegt wurden) — das erste Rad-Trainingslager meines Lebens hat sich wohl ausgezahlt. Nach einem besseren zweiten Wechsel ging es auf die neue Laufstrecke. Auch hier hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Auf der ersten Runde musste ich mich wirklich bremsen, um nicht auf der zweiten Runde die Rechnung präsentiert zu bekommen. Zwischen km 12 und 15 wurde es etwas schwerer aber dann lief es wieder wie geschmiert. Auch die warmen Temperaturen konnten mir diesmal nichts anhaben. Das Ergebnis waren 4h40min32sek (33:55/2:30:40/1:30:07) — Plan perfekt exekutiert würde ich sagen. Darüber hinaus bedeutet die Zeit eine Verbesserung meiner persönlichen Bestleistung bei diesem Rennen (mit der aktuellen Radstrecke und Wechselzone) um 17min20sek. Gut, jetzt kann man sagen Zeiten sind Schall und Rauch (Wetterbedingungen, veränderte Strecken…) ABER Platzierungen lügen nicht.

2012:
Altersklasse: Swim 60. / nach Bike 35. / nach Run 52.
Gesamt: Swim 359. / nach Bike 210. / nach Run 287.

2014:
Altersklasse: Swim 28. / nach Bike 13. / nach Run 19.
Gesamt: Swim 189. / nach Bike 118. / nach Run 155.

Danke an Herwig und SPOWIMED für die Betreuung! Jetzt können wir es kaum erwarten, dass am 29. Juni endlich die Kanone auf dem Steg des Klagenfurter Strandbades abgefeuert wird!

Michael Kerschenbauer



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