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Thema Bewegte Steiermark

Bewegte Steiermark

Das Gesamtziel des Projektes war es, in den Interventionsgemeinden durch Maßnahmen auf der strukturellen und individuellen Ebene den Anteil an aus gesund­heitlicher Sicht ausreichend körperlich aktiven Personen zu erhöhen.

Die Bewegte Steiermark der SPORTUNION Steiermark „verkaufte“ in den 3 Projektjahren  ein aktives und freudvolles Lebensgefühl mit einem sportwissenschaftlich abgesicherten Hintergrund. Die Bewegte Steiermark machte einfach Lust auf Bewegung, sie stellte bei den 30 teilnehmenden Gemeinden und Unionvereinen eine sehr emotionale Vertrauensebene her, schaffte regelmäßige gesundheitsfördernde Bewegungseinheiten für junge und alte SteirerInnen und sicherte die Qualität der ÜbungsleiterInnen und TrainerInnen von Vereinen durch Fortbildungsmaßnahmen. Damit war Nachhaltigkeit und Mehrwert in den Gemeinden und Union-Vereinen gegeben und viele SteirerInnen wurden neu und kompetent mit „dem Bewegungsvirus infiziert“. Bemerkenswert war auch, dass mit der Bewegten Steiermark Verbesserungen bei den so oft geforderten Bewegungsstunden in Kindergarten und Volksschule erreicht wurden. So konnten bereits in Kindergärten vormittags und in Volksschulen anschließend an den Unterricht zusätzliche „Turnstunden“ verankert werden. Die Bewegte Steiermark trug im Zusammenwirken mit den Verantwortlichen (Bürgermeister, Gesundheitsverantwortliche, Unionobmann, Kindergarten- und Schulleitung) vor Ort auch zur Verhältnisänderung bei: Gemeinden stimmten dem Neuankauf von z. B. Matten und Spielgeräten im Rahmen des Projektes zu, modernisierten veralterte Spielplätze vor Kindergärten nach neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen, machten finanzielle Mittel für die Errichtung von Funparks und (Schul)Sportplätzen frei, adaptierten Räumlichkeiten zu Fitnessräumlichkeiten, um die Körper der Bevölkerung möglichst niederschwellig in Schwung bringen zu können uvm.

Die Bewegte Steiermark sorgt innerhalb einer Gemeinde für die Kommunikation zwischen den Vereinen, der Gemeinde, den Schulen, den kommerziellen Sportanbietern und der Bevölkerung. Dadurch wurde die Sportanlagenbenützung optimiert und alle Veranstaltungen und Angebote im Bewegungsbereich konnten zeitlich und inhaltlich aufeinander abstimmt werden. Im Kontakt mit Kindergärten, Schulen, SeniorInnenstrukturen und anderen Gruppierungen entstand ein besserer Zugang zu den einzelnen Zielgruppen für Bewusstseinsbildung. Die Jüngsten lernten bei Erlebniskinderturnen ihre eigenen Grenzen kennen bzw. wurden bei Hip Hop-Vormittagen im koordinativen Bereich gefordert und gefördert. Die Generation 50Plus erfuhr bei bewegten Seniorennachmittagen über Gesundheitsvorträge, dass es nie zu spät ist, mit Bewegung zu beginnen. Zusätzlich hatten sie die Möglichkeit, Bewegung wie Nordic Walking, WS-Gymnastik auszuprobieren, um so falsche Vorstellungen von Bewegung zu korrigieren. An Aktionstagen in Gemeinden wurde generell über niederschwellige Bewegungsangebote Motivation für einen bewegten Lebensstil geschaffen.

In Folge wurden im Rahmen des Projektes zu den bereits bestehenden Bewegungsangeboten neue wöchentliche Einheiten ins Leben gerufen, um im Sinne der Verhältnisprävention Bewegungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen und beide Geschlechter anbieten zu können.